Ganzheitliche Heilweisen – Baubiologie

Toxische Einflüsse auf den Körper

Die künstlichen Störer unserer „dritten Haut“ (Wohnung, Haus) machen heute den Großteil der toxischen Einflüsse auf den menschlichen Körper aus: Ein Teil wird durch alle Arten von Elektroinstallationen erzeugt, die alle möglichen Felder, Wellen und Strahlungen hervorbringen (und die auch außerhalb der eigenen vier Wände ihre Wirkung ausüben wie Straßenbahn, S-Bahn, Überlandleitungen, Erdkabel etc.); ein anderer wird durch die Baustoffe hervorgerufen, die in vielen Fällen durch ihre Zusammensetzung toxisch sind und ihre schädlichen Emissionen an die Luft abgeben; noch ein anderer Teil wirkt über die Wohnungseinrichtungen, die heutzutage zum überwiegenden Teil synthetisch sind und dabei sowohl elektrostatisch wirken als auch die Luftionisation tiefgreifend nachteilig beeinflussen können. Es ist daher heutzutage nicht mehr möglich, chronisch Kranken eine exakte Ursache ihres Leidens zuzuordnen, weil bei diesem multifaktoriellen Geschehen eine eindeutige Zuordnung verhindert wird. Hinzuzufügen ist die heutige Ernährung, die im wesentlichen denaturiert und daher ungesund ist.

Drastische Veränderungen durch Mobilfunk

Mit dem Aufkommen des Mobilfunks hat sich die Situation in den Wohnbereichen dramatisch verändert, weil zu den niederfrequenten 50 Hertz – Feldern, deren Ursache in den allermeisten Fällen hausgemacht und daher auch weitestgehend abstellbar ist, neue hochfrequente gepulste und getaktete Felder hinzugekommen sind. Gleichzeitig ist es mit der Einführung der 2. Generation der schnurlosen Telephone, dem sogenannten DECT-Telephon (Digital Enhanced Cordless Telecommunications), gelungen, die Mobilfunkantenne ins Haus/in die Wohnung zu setzen. "Wenngleich die kleine Basisstation ungleich schwächer sendet als ein D- oder E- Netz Sendemast, so macht doch die geringe Entfernung zum Körper den Feldstärkeunterschied wieder wett. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß sie auch im unbenutzen Zustand ununterbrochen sendet." (Maes)

Nach Dr. v. Klitzing., der sich mit Hirnstromveränderungen durch gepulsten Funk beschäftigt, treten diese bereits ab 1000µW/m² auf, normal sind aber Werte von bis zu 40.000 µW/m² in einer Entfernung von 1 m; bis zu 5 m Entfernung verringert sich die Stärke auf 1400 µW/m² (Siemens Gigaset 910). Schon allein aus diesem Grund ist es äußerst empfehlenswert, ein derartiges Telephon zu wechseln.

Anzumerken ist, daß diese Werte alle noch inoffiziell sind, weil in Deutschland nur auf die thermische Wirkung der Mikrowellen geachtet, die athermische (nicht erwärmende) Wirkung jedoch nicht berücksichtigt wird. Daher gibt es offiziell keinen Grenzwert, obwohl genügend Forschungsergebnisse über den Mobilfunk und seine Auswirkungen auf Lebewesen vorliegen.

Mögliche Beeinträchtigungen und Krankheiten

Die bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse geben Hinweise auf folgende Beeinträchtigungen und Krankheiten:

  • Hirnstromveränderungen
  • Hirntumore
  • Durchbrechung der Blut-Hirn-Schranke
  • Störung des blutbildenden Systems
  • Störung des Immunsystems
  • bei Tieren Tot- und Mißgeburten und Verhaltensveränderungen

Mehr über Mobilfunk und DECT-Telephone in www.buergerwelle.de.

Mehr über Elektrosmog in: Maes, Wolfgang: Stress durch Strom und Strahlung. Herausgeber Institut für Baubiologie + Ökologie.

Verbesserungen des Wohn- und Raumklimas

Aus allen diesen Überlegungen erscheint es sinnvoll, durch eine Hausuntersuchung feststellen zu lassen, inwieweit Verbesserungen des eigenen Wohn- und Raumklimas nötig und möglich sind. Oftmals müssen es nicht große bauliche Veränderungen sein, sondern es reichen kleine Handgriffe aus, wie etwa das Umpolen eines Steckers oder das Entfernen eines Radioweckers vom Nachttisch oder eines Babyphons aus dem Kinderbett, um wesentliche Störfaktoren zu entfernen. Häufig kann damit schon eine verbesserte Schlaftiefe erreicht werden, möglicherweise gehen damit auch die Kopfschmerzen zurück und es kann auch zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit führen.

Mikrowellenherde sind heute in den Küchen ganz normaler Standard. Ihre Frequenz liegt bei 2,45 GHz und ihre Pulsung netzüblich bei 50 Hz. Sie sollten absolut funkdicht sein, sind es aber häufig nicht. Ihre Leckstrahlung geht nach meinen Erfahrungen in alle Richtungen. Bei mehrjährigen Untersuchungen hat sich herausgestellt, daß Mikrowellen wegen ihres tiefen Eindringens in die Gewebe u. a. zu Grauem Star führen können. Gerade das Auge ist sehr wärmeempfindlich und sollte daher besonders geschützt werden. Gleichermaßen verändern sich die elastischen Eigenschaften der Linsenkapsel, so daß es zu einer mechanischen Ermüdung der Membranen führt. Aus allen diesen Gründen sollte auf jeden Fall der Blick durch das Mikrowellenherdfenster vermieden und die Küche während des Garvorganges verlassen werden.

Innenraumbelastungen durch Luftschadstoffe

Sind die vorgestellten Beeinträchtigungen durch den sogenannten „Elektrosmog“ schon enorm, so tun die Luftschadstoffe aufgrund der Innenraumbelastungen unserer Wohnungen ein Übriges, um über die Lunge, Haut und Schleimhäute das Wohlbefinden zu beeinträchtigen.

In vielen Häusern und Wohnungen befinden sich noch Baustoffe/-materialien und Einrichtungsgegenstände, deren Schadstoffe auch über Jahrzehnte nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt haben. In den 50-er und 60-er Jahren ist man ziemlich achtlos mit diesen Werkstoffen umgegangen (z.B. Lindan und PCP-haltige Holzschutzmittel). Ohne hier tiefer in die Toxikologie und Unterscheidungsstrukturen der Schadstoffe einzugehen, sollen beispielhaft einige Innenraumbaustoffe und -einrichtungen vorgestellt werden.

Die gesundheitlichen Wirkungen sind nur ausgewählt:

Baustoff/Mobiliar Inhaltsstoffe Gesundheitliche Wirkung
Parkettfußboden, in den 60-er Jahren verklebt PAK polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzoapyren) krebserregend; Leber-, Nieren – Schädigungen
Kleiderschrank aus Spanplatten; Oberflächenversiegelungen von Parkettfußböden und Möbeln Formaldehyd Schleimhaut-, Augenreizungen, Allergien, Migräne, Brechreiz, Antriebsverlust, Schwindel, Schlafstörungen, Erkältungen, krebserzeugend, u.a. Verursacher des Sick Building Syndrom
Ledersitzgarnitur, Wollteppiche PCP Pentachlorphenol Asthma, Bronchitis, Schwächung des Immunsystems, krebserzeugend, Verursacher von MCS
Auslegeware, Vinyltapeten Phtalate (Weichmacher), (DEHP), (DBP),(BBP) (DEHP) krebserregend, fruchtschädigend, mutagen, Leber-und Nierenschädigungen
Wollteppiche Pyrethroide (Permethrin) nervenschädigend, Hautreizungen, Leber-und Nierenschädigungen, krebserregend

Soweit die Risiken und gesundheitlichen Gefahren dieser Chemikalien erforscht worden sind, sind sie in einer Gefahrenliste aufgenommen worden. Viele sind es nicht, und eine Untersuchung des gesamten häuslichen „Duftcoctails“ hat noch nie stattgefunden. Bei ca. 5000 „Neucreationen“ wird das auch in Zukunft unmöglich sein. Es ist verständlich, daß Grenzwerte unter diesen Bedingungen nur einen eingeschränkten Aussagewert haben.

Verschiedene neuartige Krankheitsbilder werden u. a. mit diesen Wohngiften in Verbindung gebracht:

  • CSF – Chronique Fatigue Syndrom
  • MCS – Multiple Chemical Sensitivity
  • SBS – Sick Building Syndrom

Eine chronische Müdigkeit der Patienten wird beim CFS festgestellt. Diskutiert werden Intoxikationen im häuslichen und Arbeitsumfeld.

Patienten mit einem MC Syndrom zeigen eine allgemeine Chemikalienunverträglichkeit. Am meisten wird das Zentralnervensystem betroffen mit allen daraus resultierenden Ableitungen wie: Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisverlust, Depression und Übelkeit.

SBS bedeutet eine multifaktoriell bedingte Erkrankung, häufig hervorgerufen durch neue und renovierte Gebäude in Verbindung mit äußerst mangelhaften Klimaanlagen, in denen die Patienten wohnen/arbeiten. Symptome können auftreten am Immunsystem, Haut und Schleimhäuten, neurologisch-psychische Reaktionen und hormonelle Störungen.

Webseite gedruckt am Samstag, 14.12.2019 01:47 Uhr